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Osijek

Vukovar, Osejek und der Serbisch kroatische Krieg

In den frühen Morgenstunden des 29.12.2010 legten wir in Vukovar (Kroatien) an.

Vukovar ist eine Stadt im Osten Kroatiens mit 30.000 Einwohnern. Die Region um Vukovar an der Grenze zu Serbien war während des Kroatien-Kriegs 1991-1995 das am stärksten umkämpfte Gebiet. Bei der serbischen Belagerung und der Schlacht um Vukovar wurde Vukovar weitgehend zerstört.

Ende der 1980er Jahre gab es zunehmende Spannungen zwischen Serben und Kroaten. Die Spannungen verstärkten sich, als die antikroatische Propaganda aus Belgrad und die antiserbische Propaganda aus Zagreb bei einem Teil der Serben und Kroaten Wirkung zeigte. Die Extremen unter ihnen bewaffneten sich, gingen in den umliegenden Dörfern in Stellung. 1991 kam es hier zum ersten größeren Zusammenstoß zwischen kroatischer Polizei und Serben, nachdem sich die Bewohner des serbischen Dorfes Borovo Selo geweigert hatten, die kroatische Fahne vor ihrem Gemeindeamt aufzuhängen. Aus Ferngeschützen fielen die ersten Schüsse auf das umzingelte Vukovar.

In den nächsten drei Monaten schlugen während der Schlacht um Vukovar bis zu 8000 Granaten täglich ein, insgesamt sechs Millionen Geschosse. Den Verteidigern Vukovars – 800 Soldaten und Polizisten, dazu gut 1000 Freiwillige – stand ein größeres Regiment der Jugoslawischen Volksarmee und serbischen Freischärler gegenüber, die Vukovar mit Panzern, gepanzerten Fahrzeugen, Flugzeugen und schwerer Artillerie erobern wollten.

Die Belagerung der Stadt durch die Jugoslawische Volksarmee dauerte 87 Tage und endete am 18. November 1991. Trotz Zerstörung und Eroberung der Stadt gilt die Schlacht um Vukovar als Kehrtwende im Kroatienkrieg, da weitere serbische Expansionspläne in Kroatien zum Erliegen kamen und sie zur internationalen Isolation und Sanktionierung führte.

Als die Soldaten am 18. November 1991 in die inzwischen fast völlig zerstörte Stadt einmarschierten, lebten dort noch 2000 Menschen. Viele von ihnen hatten während des Bombardements Zuflucht im Krankenhaus von Vukovar gesucht.Nach Schilderung des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien trieben Soldaten der de facto serbischen Jugoslawischen Volksarmee sowie Freischärler 300 Personen aus dem Hospital zusammen, verfrachteten sie in Busse und brachten sie zunächst in eine Lagerhalle auf einer Schweinefarm nahe der Ortschaft Ovčara. 100 von ihnen wurden dann in 10er- und 20er-Gruppen geteilt und in nahe gelegene Orte gebracht. Am Abend des 20. November 1991 wurden etwa 200 Menschen wenige Hundert Meter entfernt auf einem Feld beim Massaker von Vukovar erschossen und von den Soldaten in einem Massengrab vergraben. Mindestens 1500 Bewohner Vukovars wurden in serbische Internierungslager gebracht.

Das Massaker von Vukovar war ein Kriegsverbrechen von Mitgliedern der Jugoslawischen Volksarmee (JNA) und Mitgliedern verschiedener Freischärlerverbände aus Serbien, das während der Loslösung Kroatiens aus der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien und unmittelbar nach der Schlacht um Vukovar und der folgenden Okkupation Vukovars durch paramilitärische serbische Freischärlergruppen im Kroatienkrieg stattfand.

Das Massaker wurde auf dem Gelände des ehemaligen landwirtschaftlichen Betriebes Ovčara, einer ehemaligen Schweinefarm nahe der kroatischen Stadt Vukovar, verübt.

Osijek Kathedrale

Kathedrale

Peter-und-Paul-Kirche im Zentrum der Stadt

Die Stadt Osijek ist die viertgrößte Stadt Kroatiens. Osijek liegt am Ufer der Drau im Osten der historischen Region Slawonien, rund 20 km vor der Mündung der Drau in die Donau, und hat ca.120.000 Einwohner.

Osijek Rathaus

Rathaus

Das historische Rathaud der Stadt Osijek(Kroatien)

Es ist Verwaltungssitz der Gespanschaft Osijek-Baranja und wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Slawoniens.
Die Stadt hat mehrere einst eigenständige Zentren: Die Altstadt oder Festung, die Oberstadt, heute das eigentliche Zentrum, und die Unterstadt.
Neben vielen Museen und Theatern besitzt Osijek auch eine Universität. Osijek besitzt eine große Anzahl von Parks.

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