Günters Reisen

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Die Größe(n) Irlands

Rock of Cashel, 07.09.12

Rock of Cashel

Bischhofssitz des heiligen St. Patricks (Paddy) sowie der Hochkönige Irlands

Die heutige Tagestour führte uns von Cork nach Cashel zum berühmten Felsen von Cashel.
Hier konnten wir tief in die alte keltische Geschichte der Insel eintauchen.

Der Rock of Cashel ist wohl das Monument irischer Geschichte überhaupt. Man kann es als die „irische Akropolis“ bezeichnen. Seit dem Altertum verehrten die Kelten auf diesen Hügel, im Landesinneren der Insel zwischen Dublin, Cork und Limerick gelegen, Feen; Geister und Götter.
Im 4. Jh. eroberte der Clan der späteren MacCarthys, den Felsen und baute ihn zum Clansitz aus.
Seit dieser Zeit ist Cashel, was auf altirisch so viel wie Steinburg bedeutet, der Sitz der Könige.
Bereits ein Jahrhundert später machte der heilige Patrick (St. Patrick) die Festung zum Bischofssitz.
Trotz Wikinger, Normanen und englischer Imperialisten behielt die Anlage bis zum 18. Jahrhundert seine Bedeutung. Erst im Jahr 1749 wurde das Dach der Kathedrale von Arthur Preis, einem anglikanischen Bischof von Cashel, entfernt. In der Folge verfiel die Anlage.

Das Bistum Cashel und das Bistum Regensburg standen im Mittelalter in engen Kontakt.

St. Patricks Kreuz

Replik, das Original aus dem 12. Jahrhundert findet man im Rock of Cashel Museum

Rock of Cashel

Das älteste und höchste der Cashel Bauten ist der sehr gut erhaltene Rundturm, vermutlich 1101 errichtet.

Cormac's Chapel

Kapelle König Cormac's 1127-1134 gebaut, original erhalten, vielleicht die best erhaltenste Ruine Irlands, reich verziert mit Fresken

Rock of Cashel

Altar der Kathedrale mit den 12 Aposteln

Hore Abbey

Ruine einer Benediktinerabtei in Cashel

Rock of Cashel

Die irische Akropolis

Cahir Castle

Cahir Castle

Festung in Cahir

Die Ursprünge der Burg gehen zurück bis ins dritte Jahrhundert.
Ende des 16. Jahrhunderts bis Mitte des 17. Jahrhunderts war die Festung Schauplatz berühmter Belagerungen. Zuletzt wurde die Burg von Oliver Cromwell im Zuge seiner Eroberung Irlands eingenommen. Die Burg diente als Drehort für die Eröffnungsszene des Films Excalibur sowie für "Die Legende von Tir Na Nog". Hier stellte sie die Burg von Kells dar.

Swiss Cottage

Swiss Cottage

Cahir, Provinz Tipperary, Irland

Von Cahir aus ist es ein kurzer, aber schöner Spaziergang zum Swiss Cottage.
Es ist ein hübsches, historisch unbedeutendes Wochenendlandhäuschen des Lord und der Lady Cahir aus dem frühen 19. Jahrhundert. Es wurde eigentlich nur für gesellschaftliche Anlässe genutzt. Zur Übernachtung war es zu klein und ungeeignet. Man bekommt mal einen Einblick wie der irische Landadel sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts einrichtete. Tine Wittler hätte ihren Spaß gehabt.
Das Cottage war jedenfalls nach den vielen dachlosen Ruinen mal ein Kontrast im Reiseprogramm.

Swiss Cottage

Cahir, Tipperary, Irland

Cork

Cork

Zweitgrößte Stadt der Republik Irland

Am Nachmittag ging es zurück nach Cork.
Cork ist nach Dublin mit ca. 120.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Republik Irland.
Das Kerngebiet der Stadt liegt auf einer Insel in der Flussmündung des Leeflusses.
Anfang des 6. Jahrhunderts wurde Cork als Kloster auf der Flussinsel gegründet.
Seit Mitte des 9. Jahrhunderts wurden Wikinger hier ansässig und ab Ende des 12. Jahrhunderts beherrschten die englischen Normanen die Stadt. Die meiste Zeit während des Mittelalters war die von ca. einem Duzend Kaufmannsfamilien kontrollierte Stadt ein Außenposten der englischen Krone.
Cork erwarb sich seinen Reichtum durch den Handel mit dem europäischen Kontinent. Während der Religionskriege im 16. Und 17. Jahrhundert war Cork die meiste Zeit eine Hochburg der königstreuen Protestanten. Die Stadt war aber zu dieser Zeit häufig Schauplatz von Kriegen und Scharmützeln zwischen den Katholiken und den Protestanten. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts ist durch einen schnellen Anstieg der Bevölkerungszahlen gekennzeichnet. Die meisten Zuwanderer vom Lande flohen vor der Armut und den periodisch auftretenden Hungersnöten. Allerdings sorgte der Zuwachs an überwiegend katholischer Bevölkerung dafür, dass der protestantische Einfluss in der Stadt schwand. Cork wurde zum wichtigsten Auswanderungshafen Irlands. Man schätzt, dass etwa 3 Millionen Menschen über den Hafen von Cork das Land verließen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde fast die gesamte mittelalterliche Bausubstanz durch immer wieder neue Gebäude unterschiedlichster Architektur ersetzt. Hier sieht man alle Stilrichtungen bunt durcheinander gewürfelt. Seit dem 19. Jahrhundert wurde Cork eine Hochburg des irischen Nationalismus. Cork hatte im 17. und 18. Jahrhundert eine bedeutende Textilindustrie. Noch heute ist Cork ein bedeutender Seehafen. Auch hatte die traditionell in Irland hergestellte Butter (Kerrygold) ihre Rolle im wirtschaftlichen Aufstieg in Cork. Vom Hafen aus wurden im 19. und 20. Jahrhundert hunderte von Tonnen gesalzene irische Markenbutter in alle Teile der Welt verschifft.

Cork

Stadtzentrum

Cork

Der Leefluss

Cork

Der englische Markt