Günters Reisen

Startseite | Kontakt | Datenschutz | Copyright | Impressum

Subtropischer Norden

Northland

6. +7. Reisetag, 27. - 28.11.2008, Hoch im Norden

Nach zwei Tagen Aufenthalt in Auckland ging unsere Reise erst mal weiter nach Norden auf die Northland Halbinsel.

Kauri Museum

Hier besuchten wir erst mal das Kauri Museum in Matakoe.

Der Kauri ist die größte in Neuseeland heimische Baumart. Die größten Kauri Bäume können bis zu 50 m Höhe und einen Umfang von 15m bei einem Alter bis zu 4000 Jahren erreichen. Wie 70% der Flora und Fauna Neuseelands gibt es den Kauri nur in Neuseeland. Rund 80 Millionen Jahre Isolation von anderen Landmassen ermöglichten der neuseeländischen Flora und Fauna eine eigenständige Entwicklung. Mit dem Beginn der Besiedlung Neuseelands durch europäische Siedler wurde der Bestand an Kauri-Wäldern durch industrielle Abholzung des sehr langsam wachsenden Kauribaumes stark dezimiert.
Kauriholz waren sehr begehrte Rohstoffe für Schiffbau, Möbelschreinerei.

Kauri Harz Exponante

Das Kauriharz ist ein qualitativ hochwertiger Rohrstoff und für alles mögliche geeignet.
Man kann z.B. damit sehr einfach Feuermachen, es als Kaugummi gebrauchen, als Pigmentstoff für Tätowierungen verwenden, hochwertige Lacke daraus herstellen oder es als Form für Zahnprothesen nutzen. Hier nahmen wir einige der schönsten Kauriharz Exponate in Augenschein. Sie sind als Sammlerstücke sehr wertvoll.

Heute steht der Neuseeländische Kauri-Baum unter Naturschutz und darf nur noch für rituelle Zwecke von den Māori gefällt werden.

The Four Sisters

Diese vier in einer Gruppe stehenden Kauribäume werden „The four sisters“ – die vier Schwestern genannt.

Bis zum Beginn der Inbesitznahme Neuseelands durch Menschen seit ca. 1000 Jahren war Neuseeland praktisch zu 100% bewaldet. Heute ist Neuseeland noch zu gut einem Viertel von Wald bedeckt.

Tane Mahuta

Tāne Mahuta, der Gott des Waldes ist der größte, höchste und mit weit über 2000 Jahren der älteste noch lebende Kauribaum. Er weist eine Gesamthöhe von 51,5 Metern bei einem Stammumfang von 13,8 Metern auf. Sein Stamm-Volumen beträgt 245m³.

Der Silberfarn ist ein besonders typischer Vertreter der neuseeländischen Flora.
Im Unterwuchs der neuseeländischen Wälder finden sich Farne, Moose, Lianen, Kletterpflanzen und Epiphyten.

Je weiter es gegen Norden ging, desto schwieriger kamen wir auf dem Landweg voran. Ganz an die Nordspitze Neuseelands, das Cape Reigna, kamen wir nur per Flugzeug.

Unser junger Pilot hat uns mit dieser achtsitzigen einmotorigen Propellermaschine sicher ans nördliche Ende Neuseelands verbracht.

Von Kerikiri ging es die Pazifkküste im Osten entlang zum Cape und dann im Westen über die 90 Mile Beach wieder zurück.

Durch die großen Panoramafenster unsere Flugzeugs genossen wir die überwältigenden Blicke auf herrlich zerklüftete Buchen und die immer menschenleerer werdenden Landstriche des subtropischen Northlands.

Von Mitteleuropa aus betrachtet ist Neuseeland das am weitesten entfernte Reiseziel auf dieser Erde. Genau gesagt, es liegt südöstlich von Australien etwa vom 34. bis zum 47. Grad südlicher Breite. Vom nördlichsten bis zum südlichsten Punkt Neuseelands sind es 1770 Kilometer. Mit einer Fläche von 270 Tausend Quadratkilometern ist Neuseeland etwa so groß wie Großbritannien. Die beiden Hauptinseln, die 110 Tausend Quadratkilometer große Nordinsel und die 150 Quadratkilometer große Nordinsel, sind durch die Cook Strait voneinander getrennt, eine Wasserstraße, die an ihre schmalsten Stelle 38km breit ist.

Auf der Nordinsel leben ca. 3 Millionen Menschen und auf der Südinsel etwa die Hälfte. Im Gesamten hat Neuseeland nur 4,5 Millionen Einwohner, also etwa so viele wie Norwegen.

Kurz vorm Cape sind wir dann auf einer Graspiste gelandet – nichts für schwache Nerven.

Alleine der fantastische Ausblick zum Cape Maria van Diemen lohnte schon die Landung.

Cape Reina

Gar nicht zu sprechen vom Wahrzeichen der Nordinsel, dem weithin sichtbaren weißen Leuchtturm an der nördlichsten Spitze des Landes.

Der uralte Pohutukawa Baum über dem Steilabfall zum Meer ist für die Maori heilig. Von hieraus sollen die Seelen der Verstorbenen in die Unterwelt –Reigna – eintauchen, um heimzukehren nach Hawaiki.

Nach dem Besuch am Cape ging es dann noch zu einer Schlittenfahrt zu den hohen Sanddünen in den Hokianga Harbour.

Und schon geht es mit unserem schönen Panoramaflugzeug wieder zurück nach Kerikiri. Wie schon die Landung ist der Start auf der Graspiste ziemlich abenteuerlich.

Aus der Vogelperspektive sieht die Dünung der stets aufbrausenden Tasmansee am 90 Mile Beach echt super aus.

Der Flug zum Cape war zwar nicht billig, aber die dadurch gewonnenen Eindrücke sind wirklich einmalig. Wenn man das Geld noch über hat, kann ich diesen Ausflug wirklich nur empfehlen.

Und hier sehen wir schon wieder die Landebahn von Kerikiri an der Bay of Island.


<Zurück> <Weiter>