Günters Reisen

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Rotorua

Chinesische Stachelbeere - Kiwi genannt

10. + 11. Reisetag, 01. - 02.12.2008, Maori Kultur, Kiwis und Geysire

Die Bay of Plenty ist eine der Hauptanbaugebiete der durch Neuseeland weltberühmt gewordenen Kiwifrucht. Die Pflanze war aber nicht in Neuseeland beheimatet. Sie kommt ursprünglich aus China und wird auch Chinesische Stachelbeere genannt.

Die Frucht wurde in Neuseeland zu dem uns bekannten schmackhaften, süßen, sehr vitaminreichen und gesunden Obst hochgezüchtet.

Die sehr windempfindliche Kletterpflanze braucht Gerüste, Windschutzhecken, ein starken Schnitt, viel Hege und Pflege um zu wachsen und zu gedeihen. Nur bestäubte weibliche Reben tragen Früchte. Bienen für die Bestäubung muss der Kiwifarmer anmieten, da die Blüten keinen Nektar tragen.

Die Maorikultur

Als nächstes kamen wir nach Rotoroa, das Zentrum der Maori-Kultur.

Das Wero - die Herausforderung

Wir wurden dort zu erst zu einem formellen Begrüßungsritual, dem sogenannten Wero, die Herausforderung, eingeladen.

Dem Wero folgt das powhiri, das Begrüssungslied und dann das kinaki – die Ausschmückung.

Diese alten Maori Sitten und Gebräuche eröffnen bis auf den heutigen Tag alle offiziellen Versammlungen in Neuseeland.

Durch seinen martialischen Auftritt versucht der Maorikriege die Beweggründe der Besucher zu erkunden. Kommen sie in friedlicher oder kriegerischer Absicht?

Das auf den Boden gelegte Blatt symbolisiert die Herausforderung.

Nimmt der Anführer der Besuchergruppe das Blatt an sich, so bedeutet dass, dass die Besucher in friedlicher Absicht den Stamm besuchen.

So, jetzt wurden wir gerade eingeladen mit ins Versammlungshaus zu folgen.

Das Kinaki – die Ausschmückung – ist eine oft sehr lange Rede, die von einem weisen, hochangesehen Maori-Häuptling gehalten wird.

Der Hongi - die persönliche Begrüssung

Der traditionelle hongi ist die ganz normale persönliche Begrüßung unter Maoris.
Man gibt sich die Hand und berührt sich leicht mit den Nasen.

Haka - der Kriegstanz

Nach der Beendigung der formellen Zeremonie wurden wir mit Maori-Gesängen und Tänzen unterhalten. Der wichtigste Tanz ist der Haka, der Kriegstanz mit Grimasen, der dem Krieger Mut machen und gleichzeitig den Gegner einschüchtern soll.

Rotorua

Das älteste neuseeländische Touristenzentrum Rotorua liegt am Lake Rotorua in einer von vulkanischen Erscheinungen geprägten Landschaft.

Über allem schwebt hier ein starker Schwefelgeruch.

Weltberühmt ist das alte Badehaus in den Government Gardens.

Ohinemutu

Eine besondere Attraktion ist das Maori-Kulturzentrum in Ohinemutu.
Das Versammlungshaus ist ein Meisterwerk der Schnitzkunst.

Die 1910 erbaute anglikanische St. Faith Church beeindruckt durch seine filigranen Maorichnitzarbeiten.

Auf dem Friedhof ruhen hier die Toten in massiven weiß gekalkten Steinsärgen über der heißen Erde.

Das Wappentier - der Kiwi

Und hier ist er endlich… - der Kiwi
Der Kiwi ist das National- und Wappentier Neuseelands.
Der so ungewöhnliche, flügellose und scheue Vogel ist nachtaktiv.
Bei völliger Dunkelheit verlässt er seine Höhle im Schutz von Unterholz und Gesträuch. Dabei orientiert er sich, für Vögel eher ungewöhnlich, mit seinem guten Geruchssinn und seinem scharfen Gehör.

Von ihm leitet sich die Eigenbezeichnung der Bewohner Neuseelands als „Kiwis“ ab.

Tuatara - das lebende Fossil

Der Tuatara ist ein lebendes Fossil. Das ungewöhnliche Reptil hat nur auf Neuseeland überlebt. Auf allen anderen Erdteilen war es bereits vor den Dinosauriern ausgestorben.

Das Waimangutal

Die Wanderung durch die Vulkanlandschaft des Waimangutales war sehr beeindruckend. Die Tour führte uns vorbei am derzeit ruhenden Waimangu-Geysir, dessen Fontaine einst bis zu 400m hoch geschossen sein soll, zum Waimangu-Kessel einem vier Hektar großen kochenden See und weiter über die Cathedral Rocks zu den Warbick Terrassen.

Das Waimangutal liegt am Fusse des 1111m hohen Vulkans Tarawera, der 1886 mit verherenden Folgen ausgebrochen war.

Mehrere Maorisiedlungen verschwanden unter den Lavamassen und die als achtes Weltwunder bezeichneten weltberühmten Sinterterrassen wurden völlig zerstört.

Ergebene Anmut empfingen wir beim Blick über den Rotomahanasee.

Wakarewarewa

Unsere Reisegruppe auf dem Weg zum Maoridorf Whakarewarewa.
Hier wollen wir den Maoris bei ihren künstlerischen Arbeiten zuschauen.

Die Schnitzereien der Maori gehören zu den höchsten Leistungen der Südseekunst. Wegen der Bedeutung des Ahnenkults gehören menschliche Figuren mit überbetonten Kopf zu den wichtigsten Arbeiten der Maori Schmitzkunst.

Die Holzschnitzereien werden meist mit roter Farbe bemalt.
Rot ist die Farbe der Götter.

Das Versammlungshaus personifiziert den hoch verehrten Ahnen. Den First des Hauses krönt die stehende Figur des Ahnen, die Maske darunter zeigt sein Gesicht.

Das künstlerische Schnitzhandwerk ist nur den Männern vorbehalten, wohingegen ausschließlich Frauen für die kunstvollen Webarbeiten mit dem Neuseelandflachs zuständig sind.

Das ist der Erdofen, der unerlässlich für die Zubereitung des köstlichen Hangi ist.

Gysire

Und wie man unschwer hier sieht gibt es in Whakarewarewa Geysire und noch eine Menge anderer nach Schwefel stinkender vulkanischer Erscheinungen.


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