Günters Reisen

Startseite | Kontakt | Datenschutz | Copyright | Impressum

Amazonas Flußfahrt

Tabatinga & Leticia

4.- 7. Reisetag, 24. -28.10.2006, Zum Amazonasgebiet

Mit Rico Airlines ging es von Manaus den Amazonas entlang bis ins Dreiländereck von Brasilien, Peru und Kolumbien ins abgelegene brasilianische Grenzstädtchen Tabatinga.

Die Hotel Oase

Von hier fuhren wir mit dem Taxi über die kolumbianische Grenze nach Leticia in eine wunderschöne, kleine Hotelanlage.

Leticia

Das friedlich dahinschlummmernde Leticia entspricht nun so gar nicht unseren westlichen Vorstellungen über das von Kriminellen beherrschte Kolumbien.

Hafentransfer

Der Transfer zum Hafen ging dann per Pedes.
Nun, auch der Hafen entspricht nicht wirklich westlichen Vorstellungen.

Einschiffen

Also hier beginnt im wahrsten Sinne des Wortes unser Abenteuer "Amazonas".

Das Beiboot hat uns erstmal auf die ander Uferseite des Amazonas in ein noch verschlafeneres Indianerdorf nach Peru und auf unser Heim für die nächsten drei Nächte "The Pride of the Amazon" - der Stolz des Amazonas - gebracht.

The Pride of the Amazon

Die betagte Dame wurde mehrfach umgebaut und renoviert und schippert jetzt gut betuchte westliche Touristen durch den tropischen Regenwald.

Das Boot

Luxus pur, - mit klappernder und rappelnder Klimaanlage, 1-stufig, volle Granate und einer Steckdose für 30 Akkugeräte

sowie Hermann, unseren Barmixer, der uns den berühmten "Pisco Sour" an den herrlichen, romanischen Urwaldnächten, mixte.

Die Kabinen wurden von unsichtbaren Heinzelmännchen liebevoll gepflegt

und das Essen war zwar einfach aber sehr lecker.

Dieses bescheidene Schiff ist viel besser als jeder Luxusliner geeignet uns die Flora und Fauna, das Ökosystem Amazoniens, näher zu bringen.

Die Indianer des Amazonas

Noch heute bevölkern zahlreiche Indianerstämme die Ufer des Amazonas und anderer Flüsse der Region. Die meisten haben sich an den westlichen Lebensstil angepasst, so auch die Cocamas, die zahlenmäßig größte ethnische Gruppe, die vorwiegend am Amazonas und am Rio Nanay siedeln.

Zwei andere Stämme, die Witotos und Boras, haben sich etwas mehr Eigenständigkeit bewahrt. Obwohl sie sich den gleichen Siedlungsraum am rechten Ufer des Rio Putomayo teilen, unterscheiden sich ihre Sprache und Kultur bis heute voneinander.

Mit ihrer traditionellen Kleidung, der roten Gesichts- bemalung und dem gewandten Umgang mit dem Blasrohr entsprechen die etwa 3.000 Yaguas, die sich am Amazonasufer niedergelassen haben, noch am ehesten dem Bild des "wilden" Urwaldindianers.

Dschungelwanderung

Am nächsten Morgen ging es dann mit unserem Urwaldführer, Segundo, ab in den Dschungel.

Mit der Machete hat Segundo uns den Weg freigeschlagen und wir folgten ihm über Stock und Stein, ja dabei bedacht nicht verloren zu gehen.

Es war äußerst erhellend festzustellen, daß der Urwaldboden eigentlich völlig karg ist und nur durch ein Gespinnst eines Pilsgeflechts verbunden wird.

Dieses Ökosystem lebt und nährt sich aus der Symbiose aus sich selbst heraus.

Feuchtigkeit, Licht und Wärme gibt es hier im Überfluß.
Allerdings wachsen in den nährstoffarmen Böden keine Nahrungspflanzen, dafür aber um so mehr Heil- und Giftpflanzen.

Der Urwald ist sozusagen die größte Apotheke der Welt.

Auch braucht man sich nicht vor giftigen Tieren zu fürchten. Diese leben meist in den Wipfeln der Bäume, dort wo sich das eigentliche Leben im Urwald abspielt.

San Pablo

Der nächste Hafen, den wir anliefen, war die Lebrastation San Pablo. Das Krankenhaus wurde von Ordensschwesten gegründet. Der Ort entstand dann in Folge.

Nachträgliche Berühmtheit bekam der Ort durch die Tatsache, daß der später weltberühmt gewordene argentinische Seuchenexperte und Arzt Ernesto "Che" Gevara für mehre Monate hier im Krankenhaus Leprakranke operierte und ihnen neue Würde und Überlebenswillen gab.

Wir hatten dann auch Gelegenheit mit den einheimischen Indianern in Kontakt zu kommen. Sie boten uns ihre kunstvollen Schnitzereiarbeiten zum Kauf an.

Die indianische Bevölkerung ist eine sehr junge Bevölkerung. Kinderreichtum ist für die Indianer ein Segen und somit sehr erwünscht.

14-jährige Mütter sind hier nicht ungewöhnlich.

Abenddämmerung

In der Abenddämmerung ging es dann auf Fotosafarie.
Wir wollten ja Tiere zu Gesicht bekommen.

Siehe da, ein Faultier.

Einen Kaiman hatten wir leider nicht zu Gesicht bekommen; - aber dafür einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Amazonas.

Indianerdorf

Am nächsten Morgen ging es dann zu den wilden Indianern, die rechtzeitig über Handy vorgewarnt wurden, damit sie noch vor unserem Eintreffen das Baströckchen überstreifen konnten, um unseren Vorstellungen von Urwaldmenschen auch gerecht zu werden.

Francisco Grippa

Der Künstler und Lebenskünstler =>Francisco Grippa hat sich hier am Amazonas in einem wunderschönen, aber weit abgelegenen Winkel der Erde nidergelassen, um sich von der Natur inspirieren zu lassen.

Seine Gemälde sind wirklich sehr schön.

Ein Blick in Grippas Werkstatt.

Ja, wir sind jetzt hier in der Mitte unserer Flußfahrt zwischen Letitia und Iquitos mitten im Urwald.

Amazonasabenteuer

Am Nachmittag brachen wir dann zu einer weiteren Exkursion auf. Wir hatten viel Glück.

... ein Dreizehenfaultier

Süßwasserdelphine ...

und ein Eimer voll

selbstgeangelte Piranhas.

Indianerdiskothek

Ein weiteres Highlight war der kurze Besuch in einer mitten im Urwald gelegenen Indianerdiskothek.

Auf der Jagd

Die Amazonaskreuzfahrt wäre wohl unvollständig, wenn man nicht wenigsten einmal versucht mit dem Blasrohr ein Pfeil zu verschiessen

und zu treffen.

Curare

Das berühmte Pfeilgift Curare kann aus Pflanzen oder aber auch vom Pfeilgiftfrosch gewonnen werden. Es gehört zu den tödlichsten natürlichen Substanzen und blockiert die Übertragung der Nervenimpulse zu den Muskeln. Das Tier erstickt an der Lähmung der Atemmuskulatur.



<Zurück> <Weiter>