Günters Reisen

Startseite | Kontakt | Datenschutz | Copyright | Impressum

Titicacasee

Der Titicacasee

12. Reisetag, 02.11.2006, Bootsfahrt auf dem Titicacasee

Der Titicacasee liegt auf 3820m über dem Meeresspiegel und ist der höchstgelegene schiffbare See der Erde.

Mit einer Fläche von 8560 Quadratkilometer ist er 16 mal größer als der Bodensee.

Den See teilen sich Peru und Bolivien.

Heute geht unsere Etappe über den Ort Juli zur Grenze nach Boliven.

Katholizismus

Die gesamte Bevölkerung Perus und Boliviens ist nahzu zu 100% katholisch.
Allerdings ist der Glaube sehr stark mit alter indianischer Religion vermischt und die Quetschua und Aimara beten und opfern der Pacha Mama nachdem sie die Beichte in der Kirche abgelegt haben.

Lamafötus

Religöses Opfer der Inka an die Pacca Mama

Schlange, Puma und Kondor

In der Inka-Religion ist die Schlange das Symbol für alles Unterirdische und die Weisheit; der Puma Zeichen alles Irdischen und des Kampfes und der Kondor das Universum und der Frieden.

Diese Symbolik trifft man im Inkareich aller Orten immer wieder.

Cuzco z.B. wurde von den Inka in Form eines Pumakörpers angelegt.

Meerschweinchen

Auch die Eßkultur weicht in den Andenstaaten von der unseren in Europa ab.

Meerschweinchen werden im Gegensatz zu Europa in den Andenstaaten als Nutztiere zum Verzehr gezüchtet. Sie sind eine beliebte Grilldelikatesse vor allem zu Weihnachten und Osten. Ich habe Meerscheinchen nicht probiert. Das Fleisch soll aber wie Kaninchen schmecken.

Nachdem wir noch zwei Kirchen in Juli besucht hatten, ging es zur bolivianischen Grenze.

Bolivien

Das Bolivien signifikant ärmer als Peru ist, bemerkte man bereits bei Grenzübertritt.

Über die Grenze ging es zu Fuß. Unser Gepäck wurde von Kofferträgern vom peruanischen Bus über die Grenze zum bolivinianischen Bus getragen.

Copacabana

Direkt hinter der Grenze liegt der bedeutenste WallfahrtsortBolivienes: Copacabana

Als erstes ging es zur heiligen Jungfrau von Copacabana.

Übrigens: Die viel verehrte Jungfrau von Copacabana am Titicacasee hat dem wohl berühmtesten Strand Brasiliens seinen Namen verliehen und nicht etwa umgekehrt!

Über den See

Weiter ging es mit dem Tragflügelboot über den Titicacasee zur Mondinsel.

Mondinsel

Der Schöpfungsgott gab hier der Legende nach dem Mond den Befehl, in den Himmel zu steigen.

Und das sind die Überreste des Tempels der Sonnenjungfrauen.

Sonneninsel

Als nächstes ging es zu einem leckeren Mittagessen mit Panoramablick über den Titicacasee auf die Sonneninsel.

Herlicher Blick über den Titicacasee.
Im Hintergrund die schneebedeckte Königskordilliere.

Die Urus

Kontrovers wurde unser Besuch beim Volk der Urus diskutiert.

Die Urus leben auf künstlich angelegten Schilfgras-Inseln.

Das Schilfgras bedeutet die Lebensgrundlage für die Urus.
Nicht nur der Boden, sondern auch die Häuser, Boote und Souvenirs sind aus dem vergänglichen Material.

Es ist feucht und kalt hier. Das Leben ist hart.
Der Besuch ist zweifelsohne sehr interessant, jedoch hat es den Charakter eines Zoobesuchs.

Die Kommunikation der beiden so unterschiedlichen Kulturen besteht im Austausch von mehr oder weniger geschmackvollen Souvenirs gegen Fotos.

Ra II

Wenn man die Binsenboote sieht, denkt man gleich an den berühmten, norwegischen Wissenschaftler Thor Hyderdahl, wie er mit seinem Binsenboot Ra II 1970 erfolgreich den Atlantik überquerte. Und in der Tat es waren die Aimara vom Titicacasee, die ihm das Binsenboot bauten.

Huatajata

Weiter ging es mit unserem Boot über den Titicacasee zu unserem Hotel nach Huatajata.

Sonnenuntergang

Fantastisch die einmalige Ruhe und das Erlebnis eines Sonnenuntergangs über den Titicacasee.

Folklore

Am Abend bekamen wir dann noch ein Folklorekonzert der einheimischen Formation Inti Raymi dargeboten.


<Zurück> <Weiter>