Südamerika 2006

Überblick über die Reise

Ich freue mich Euch auf meine erste Südamerika Studienreise einladen zu können.

Die Reise ging über 23 Tage, 11 Flüge durch fünf Länder des südamerikanischen Subkontinents.

Am 20.Oktober 2006 brachen wir von Frankfurt am Main auf, um den Amazonas, Machu Picchu, die Iguazzu Fälle und den Titicacasee zu erkunden.

Das sind nur einige der Highlights dieser faszinierenden Reise.

Sieben Metropolen erwarten Euch.

Kommt mit zum Samba nach Rio de Janeiro und tanzt Tango mit mir in Buenos Aires.

Südamerika in Zahlen

Südamerika hat eine Fläche von knapp 18 Million Quadratkilometer. Das ist fast doppelt so groß wie Europa.

Es leben in Südamerika ca. 300 Millionen Menschen.
Das ist weniger als die Hälfte der Bevölkerung Europas.

Reiseroute

Um die zumeist riesigen Entfernungen zu überwinden, mussten wir überwiegend das Flugzeug nutzen.

Alleine die Strecke Frankfurt – Sao Paolo beträgt bereits etwa 10.000 km.

Von Sao Paolo ging es weiter nach…

Salvador de Bahia,
dann in die Hauptstadt Brasilia,
in den Urwald nach Manaus,
den Amazonas entlang nach Tabatinga
und weiter nach Lutetia in Kolumbien.

Und das alles per Flugzeug.

In Lutetia schifften wir auf unseren Amazonas-Dampfer ein und fuhren drei Tage

600 km stromaufwärts bis nach Iquitos in Peru.

Per Flugzeug dann nach

Lima, der Hauptstadt Peru’s,
gleich weiter zum Nabel der Welt, nach Cuzco

Per Bahn
zu den Inkas nach Machu Picchu

Per Bus

über die Altiplano zum Titicacasee,
weiter über die Grenze nach Bolivien,

Per Boot

über den Titicacasee bis nach La Paz.

Dann zum größtmöglichen Kontrast per Flugzeug

nach Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens,
danach zu den Wasserfällen nach Iguazzu,
weiter nach Rio de Janeiro
und von hier wieder zurück nach Frankfurt am Main

Salvador

1. Reisetag, 21.10.2006, Brasiliens erste Hauptstadt

Salvador, Hauptstadt des Bundesstaates Bahia und größtes Zentrum im Nordosten ist die erste Stadt, die in Brasilien gegründet wurde und zwar am 29.03.1549. Außerdem war sie bis 1763, als Rio de Janeiro diese Rolle übernahm, Regierungssitz. Drei Jahrhunderte stellte sie den wichtigsten Einfuhrhafen für die aus Afrika verschleppten Sklaven da.

Wir sind hier auf einem Rundgang durch das Altstadtviertel Pelourinho. Es gilt als das bedeutendste Ensemble kolonialer Architektur Lateinamerikas. Salvador de Bahia ist das Zentrum der Literatur Südamerikas.

Besonders sehenswert ist die Kirche und das Kloster San Franziskus mitten im historischen Zentrum der Oberstadt Salvador’s gelegen. Die Wände des großzügigen, viereckigen Kreuzgangs sind mit herrlichen portugiesischen Azulejosbildern gekachelt. Die Kirche, stilistisch eine Mischung von Manierismus und Barock entstand zwischen 1708 – 1750. Der Giebel ist völlig Barock.  Der Innenraum verkörpert das Lissaboner Ideal einer golden Kirche. Das Gotteshaus ist dreischiffig. Alle drei Schiffe sind mit prunkvollen, vergoldeten Schnitzwerk ausgestattet. Die Vergoldung des Hauptaltars nahm ganze zwei Jahre in Anspruch. Die Deckengemälde sind der heiligen Maria gewidmet. Die Schnitzereien der Chorkapelle verschmelzen mit den Azulejosbildern zu einer harmonischen Einheit.

Brasila

2. Reisetag, 22.10.2006, In die modernste Stadt Brasiliens

Das im Grunde geschichtslose, nach einem einheitlichen, ungemein großzügigen Plan von Lucio Costa und Oscar Niemeyer entworfene und in weniger als drei Jahren erbaute Brasilia trat am 21.04.1960 die Nachfolge von Rio de Janeiro als Hauptstadt der Bundesrepublik Brasilien an. Der Grundriss hat die Form eines Flugzeuges, dass sich aus der geschwungen Nord-, Süd- Straßenachse und der von Westen nach Osten verlaufenden Mittelachse mit den wichtigsten offiziellen Bauten zusammensetzt.

 

 

 

 

 

 

 

Kathedrale

Die ebenfalls von Niemayer entworfene Kathedrale befindet sich an der Mittelachse, schräg gegenüber dem Justizpalast. Das aus einer Beton-Skelett-Struktur in Form eines Hyperboloid bestehende, ungewöhnlich leicht anmutende Gotteshaus mit seinem Glasdach scheint sich geradezu zum Himmel hin zu öffnen.

Congresso National

Hier die Legislative, Congresso National, der Senat und das Abgeordnetenhaus.

Palacio dos Arcos

Das Außenministerium

Palacio da Justica

Der Justizpalast

Praga dos Tres Poderos

Der Platz der drei Gewalten, Praga dos Tres Poderes mit dem Amtssitz des Präsidenten, dem obersten Gerichtshof, mit Justica, der Zwilling-Plastik und das Pantheon der Freiheit.

Lago do Paranoa

Der Stausee, Lago do Paranoa, ist das Naherholungsgebiet Brasilias.

Wohnsitz des Präsidenten

Der idyllisch gelegene Wohnsitz des Präsidenten.

Wachablösung

Die Wachablösung am Wohnsitz des Präsidenten.

Erstes Gebäude

Das allererste, der unzähligen Niemayer-Bauten Brasilias, ist diese kleine Kapelle.

Don Bosco-Kapelle

Und das ist die berühmte Don Bosco-Kapelle mit der blauen Verglasung, welchen den Lichtschein des gigantischen Kronleuchters nach außen schimmern lässt.

Resumee

Es ist Geschmacksache, ob man nun Brasilia mag oder nicht. Wegen der großen Entfernungen ist die Erkundung der Stadt zu Fuß unmöglich.

Manaus

3. Reisetag, 23.10.2006, Zum Amazonasgebiet

Die legendäre Kautschuk-Metropole und Freihandelszone im Herzen des tropischen Regenwalds gelegen ist die Hauptstadt Amazoniens. Etwa eine Million Menschen leben hier. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und im frühen 20. Jahrhundert erlebte Manaus Dank des hohen internationalen Marktwertes des Amazonas- Kautschuks eine Phase ungeheuren Reichtums. Die meisten Kolonialbauten der Hauptstadt Amazoniens entstanden in dieser Periode. Das 1896 eröffnete Amazonas-Theater, das heute unter Denkmalschutz steht ist das berühmteste Bauwerk von Manaus: ein Gebäude im Stil der italienischen Renaissance mitten im Urwald. Seine 700 Sitze sind mit roten Samt bezogen, die Portale wurden aus italienischem Marmor und die Treppen aus englischen Schmiedeeisen angefertigt. Die Kuppel war ursprünglich mit 36.000 Kacheln verkleidet, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus Deutschland eingeführt wurden. Wir konnten leider das Theater nicht von innen bestaunen, da uns wegen Filmaufnahmen der Zutritt versagt blieb. Stattdessen besuchten wir eine Villa eines jener Zeit unermesslich reichen und dekadenten Kautschukbarons. Die unter Denkmalschutz stehende Markthalle liegt am Rio Negro. Mit ihrem bei Gustave Eiffel in Paris hergestellten Eisengerüst und den bunten Glasfenstern ist sie der einstigen Pariser Markthalle ‚Les Halles‘ nachempfunden. Ekkehard, unser Reiseleiter, erklärt uns wie dieses interessante Küchengerät zur Entgiftung des blausäurehaltigen Manioks benutzt wird. Von unserem 5-Sterne Luxushotel aus hatten wir diesen herrlichen Blick über den gewaltigen Rio Negro. Mit dem Boot ging es entlang der Stadt an Werften, Favelas, Häfen und Raffinerien vorbei zum eindrucksvollen Encontro des Aguas, wo die gelblich braunen Wassermengen des Rio Solimoes sich mit dem dunklen Wasser des Rio Negro vereinen und den Rio Amazonas bilden. Abschließend gab es noch ein Mittagessen bei den Indianern im Urwald.

Amazonas

4.- 7. Reisetag, 24. -28.10.2006, Zum Amazonasgebiet

Mit Rico Airlines ging es von Manaus den Amazonas entlang bis ins Dreiländereck von Brasilien, Peru und Kolumbien ins abgelegene brasilianische Grenzstädtchen Tabatinga. Von hier fuhren wir mit dem Taxi über die kolumbianische Grenze nach Leticia in eine wunderschöne, kleine Hotelanlage. Das friedlich dahin schlummernde Leticia entspricht nun so gar nicht unseren westlichen Vorstellungen über das von Kriminellen beherrschte Kolumbien. Der Transfer zum Hafen ging dann per Pedes. Nun, auch der Hafen entspricht nicht wirklich westlichen Vorstellungen. Also hier beginnt im wahrsten Sinne des Wortes unser Abenteuer „Amazonas“. Das Beiboot hat uns erstmal auf die andere Uferseite des Amazonas in ein verschlafenes Indianer-Dorf nach Peru und auf unser Heim für die nächsten drei Nächte „The Pride of the Amazon“ – der Stolz des Amazonas – gebracht. Die betagte Dame wurde mehrfach umgebaut und renoviert und schippert jetzt gut betuchte westliche Touristen durch den tropischen Regenwald. Luxus pur, – mit klappernder und rappelnder Klimaanlage, 1-stufig, volle Granate und einer Steckdose für 30 Akkugeräte sowie Hermann, unseren Barmixer, der uns den berühmten „Pisco Sour“ an den herrlichen, romanischen Urwald-Nächten, mixte. Die Kabinen wurden von unsichtbaren Heinzelmännchen liebevoll gepflegt und das Essen war zwar einfach aber sehr lecker. Dieses bescheidene Schiff ist viel besser als jeder Luxusliner geeignet uns die Flora und Fauna, das Ökosystem Amazoniens, näher zu bringen. Noch heute bevölkern zahlreiche Indianerstämme die Ufer des Amazonas und anderer Flüsse der Region. Die meisten haben sich an den westlichen Lebensstil angepasst, so auch die Cocamas, die zahlenmäßig größte ethnische Gruppe, die vorwiegend am Amazonas und am Rio Nanay siedeln. Zwei andere Stämme, die Witotos und Boras, haben sich etwas mehr Eigenständigkeit bewahrt. Obwohl sie sich den gleichen Siedlungsraum am rechten Ufer des Rio Putomayo teilen, unterscheiden sich ihre Sprache und Kultur bis heute voneinander. Mit ihrer traditionellen Kleidung, der roten Gesichtsbemalung und dem gewandten Umgang mit dem Blasrohr entsprechen die etwa 3.000 Yaguas, die sich am Amazonas-Ufer niedergelassen haben, noch am ehesten dem Bild des „wilden“ Urwald-Indianers. Am nächsten Morgen ging es dann mit unserem Urwald-Führer, Segundo, ab in den Dschungel. Mit der Machete hat Segundo uns den Weg frei geschlagen und wir folgten ihm über Stock und Stein, ja dabei bedacht nicht verloren zu gehen. Es war äußerst erhellend festzustellen, dass der Urwald-Boden eigentlich völlig karg ist und nur durch ein Gespinst eines Pilzgeflechts verbunden wird. Dieses Ökosystem lebt und nährt sich aus der Symbiose aus sich selbst heraus. Feuchtigkeit, Licht und Wärme gibt es hier im Überfluss. Allerdings wachsen in den nährstoffarmen Böden keine Nahrungspflanzen, dafür aber um so mehr Heil- und Giftpflanzen. Der Urwald ist sozusagen die größte Apotheke der Welt. Auch braucht man sich nicht vor giftigen Tieren zu fürchten. Diese leben meist in den Wipfeln der Bäume, dort wo sich das eigentliche Leben im Urwald abspielt. Der nächste Hafen, den wir anliefen, war die Lepra-Station San Pablo. Das Krankenhaus wurde von Ordensschwestern gegründet. Der Ort entstand dann in Folge. Nachträgliche Berühmtheit bekam der Ort durch die Tatsache, dass der später weltberühmt gewordene argentinische Seuchen-Experte und Arzt Ernesto „Che“ Gevara für mehre Monate hier im Krankenhaus Leprakranke operierte und ihnen neue Würde und Überlebenswillen gab. Wir hatten dann auch Gelegenheit mit den einheimischen Indianern in Kontakt zu kommen. Sie boten uns ihre kunstvollen Schnitzerei-Arbeiten zum Kauf an. Die indianische Bevölkerung ist eine sehr junge Bevölkerung. Kinderreichtum ist für die Indianer ein Segen und somit sehr erwünscht. 14-jährige Mütter sind hier nicht ungewöhnlich. In der Abenddämmerung ging es dann auf Fotosafari. Wir wollten ja Tiere zu Gesicht bekommen. Siehe da, ein Faultier. Einen Kaiman hatten wir leider nicht zu Gesicht bekommen; – aber dafür einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Amazonas. Am nächsten Morgen ging es dann zu den wilden Indianern, die rechtzeitig über Handy vorgewarnt wurden, damit sie noch vor unserem Eintreffen das Bast-Röckchen überstreifen konnten, um unseren Vorstellungen von Urwald-Menschen auch gerecht zu werden. Der Künstler und Lebenskünstler Francisco Grippa hat sich hier am Amazonas in einem wunderschönen, aber weit abgelegenen Winkel der Erde niedergelassen, um sich von der Natur inspirieren zu lassen. Seine Gemälde sind wirklich sehr schön. Ein Blick in Grippas Werkstatt. Ja, wir sind jetzt hier in der Mitte unserer Flussfahrt zwischen Letitia und Iquitos mitten im Urwald. Am Nachmittag brachen wir dann zu einer weiteren Exkursion auf. Wir hatten viel Glück.

… ein Dreizehen-Faultier

Süßwasser-Delphine …

und ein Eimer voll selbst geangelte Piranhas.

Ein weiteres Highlight war der kurze Besuch in einer mitten im Urwald gelegenen Indianer-Diskothek. Die Amazonas-Kreuzfahrt wäre wohl unvollständig, wenn man nicht wenigsten einmal versucht mit dem Blasrohr ein Pfeil zu verschießen und zu treffen. Das berühmte Pfeilgift Curare kann aus Pflanzen oder aber auch vom Pfeil-Gift-Frosch gewonnen werden. Es gehört zu den tödlichsten natürlichen Substanzen und blockiert die Übertragung der Nervenimpulse zu den Muskeln. Das Tier erstickt an der Lähmung der Atemmuskulatur.

Iquitos

8. Reisetag, 29.10.2006, Iquitos

Iquitos ist mit über 300.000 Einwohnern die größte Stadt im peruanischen Oriente, dem feuchtheißen Regenwaldgebiet des Amazonas, das rund 60% der Fläche des Andenstaates Peru bedeckt. Obwohl fast 4.000 km von der Mündung des Amazonas entfernt, ist der „Atlantikhafen Perus“ für Frachtschiffe bis 3.000 BRT ausgebaut, denn das Gefälle ist minimal – Iquitos liegt gerade mal 115m über dem Meeresspiegel. Die steigende Nachfrage nach Kautschuk in den 80-er Jahren des 19. Jahrhunderts bescherte Iquitos einen richtigen Boom. Die Einwohnerzahl vervielfachte sich innerhalb kürzester Zeit, und wer die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannte, konnte sich innerhalb kürzester Zeit ein Vermögen sichern. Diese „Gummibarone“ protzten mit ihrem Reichtum und ließen sich prächtige Villen errichten. Eine Besonderheit ist das Metallgebäude an der Südoststecke der Plaza de Armas. Von Gustave Eiffel für die Weltausstellung 1889 in Paris gefertigt, holte sich ein reicher Gummibaron des Fertighaus in die Dschungelmetropole.

Wildlife

Ca. 30 Minuten außerhalb Iquitos betreibt die Österreicherin Gudrun Sperrer zusammen mit ihrem peruanischen Lebensgefährten eine Schmetterlingsfarm. Gudrun lebt seit 1982 in Peru. Sie hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht bedrohten Tieren zu helfen und den peruanischen Kindern die einheimische Flora und Fauna näher zu bringen, um bei ihnen das Interesse an der Natur zu erwecken, damit die heranwachsende Generation lernt das Leben wilder Tiere zu achten und zu schützen. Außer einer Menge Schmetterlinge beherbergt Gudrun einige Huacary-Affen, die domestiziert, gequält und verletzt wurden. Man hat sie Gudrun anvertraut. Sie sind sehr verspielt und vor allem nicht menschenscheu und können deshalb nicht mehr ausgewildert werden. Vor allem Pedro, der Jaguar, macht ihr Sorgen. Er frisst ihr buchstäblich die Haare vom Kopf. Fleisch ist teuer. Gudrun sucht noch Paten für Pedro. Als sie ihn bekam, war er fast verhungert. Ein Teil des Futters für Pedro züchtet Gudrun selbst. Pedro ist in der Lage selbst zu jagen. Lolita bekam Gudrun als Baby. Sie hat das Tapir-Baby mit der Flasche groß gezogen. Lolitas Mutter wurde getötet, da Tapir-Fleisch ähnlich wie Schweinefleisch schmeckt und somit wirtschaftlich gut vermarktet werden kann. Rosa bekam Gudrun von einem ihrer Schüler. Er hat bemerkt, dass es dem Ameisenbär bei ihm zu Hause nicht sehr gut ging. Ameisenbären gehören in die Liste der bedrohten Tierarten. Weiterhin beherbergt Gudrun noch ein paar Wasserschildkröten und Kaimane. Hier sehen wir ein paar Riesenameisen am Urwaldboden. Diesen hübschen Vogel habe ich an den Wasserfällen von Iguazzu fotografiert. Diese Spezies am Amazonas und Nasenbären liefen im Nationalpark von Iguazzu zuhauf herum. Sie wissen genau, dass ihnen hier von den Menschen kein Ungemach droht. Nur anfassen sollte man sie nicht. Sie beißen garantiert. Der Leguan hier ist mir fast über den Fuß gelaufen. Eine Eidechse und ein Tausendfüßler.

Lima

8. Reisetag, 29.10.2006, Vom Dschungel in die Hauptstadt

Da wir erst bei Anbruch der Dunkelheit von Iquitos losfliegen konnten, erreichten wir Lima, die Hauptstadt Perus, erst am späten Abend. Nach einem vorzüglichen Abendessen hatten wir dann noch eine rasche Nachtfahrt durch des verregnete Lima unternommen. Es wird uns nichts anderes übrig bleiben als wieder hierher zurück zu kehren, um Lima gebührend zu erkunden. Die graue Stadt an der peruanischen Küsten-Wüste des Pazifiks gelegen, verdankt sein Klima dem Humboldtstrom, der von der Antarktis kaltes Wasser an der Küste entlang führt und somit alle Feuchtigkeit als Nebel bindet. Und hier Bilder von der Plaza de Armas mit Kathedrale und dem Präsidenten-Palast.

Cuzco

9. Reisetag, 30.10.2006, Von Lima zum Nabel der Welt

Nach einigen Stunden Schlaf ging es heute in die Anden zum Nabel der Welt nach Cuzco. Die Hauptstadt des Inkareiches liegt auf ca. 3.400 m Höhe über dem Meer. Die dünne Luft machte uns Flachländern doch arg zu schaffen. Viel, viel trinken hilft; Wasser und Cocatee, kein Alkohol. Wir sind hier im kulturellen Zentrum Südamerikas angelangt. Auf dieser kompakten Reise konnten wir gerade mal ein wenig an der Oberfläche der hochinteressanten 5.000-jährigen Kulturgeschichte dieses Kontinents kratzen. Ca. die Hälfte der 27 Millionen Peruaner sind die vorwiegend in den Anden lebenden Ethnien der Quetschua und Aimara, also Nachfahren der Menschen, die hier schon seit über 5000 Jahren heimisch sind. Ein weiteres Drittel sind Mestizen, der Rest, ca. 10%, sind Weiße. Neben Spanisch wird in den Anden bis heute Quetschua und Aimara gesprochen. Unser lokaler Reiseleiter, Williams, erklärt uns wie die Anden-Kulturen über Jahrtausende die Techniken zur Bearbeitung harter Granitfelsen entwickelten und weiter kultivierten. Die Grundlagen beruhen auf der „Risse- und Spaltenechnik“. Der Steinbrecher bearbeitete den Stein mit Hammer und Meißel an seinen natürlichen Schwachstellen, den Rissen und Spalten. Weiterhin besuchten wir die kleinen Inka-Stätten von Tambomachay, Keno und Pukapukara. Charakteristisch für die Anden-Kulturen sind die unzähligen aus Stein gemeißelten astronomischen Messgeräte, vorzüglich zur präzisen Bestimmung von Sommer- und Wintersonnenwende. Diese dauerhaften Granit- Messwerkzeuge funktionieren präzise bis auf den heutigen Tag. Sie dienten hauptsächlichen den Bauern für die Terminierung der Aussaaten und Ernten. Um 1460 ließ der Inka-König Pachacutec die Festung Sacsayhuaman bauen. Es ist eines der wichtigsten Inka-Denkmäler. Die riesigen Felsblöcke stellen eine Herausforderung für die menschliche Vorstellungskraft dar. Die spanischen Conquistadores glaubten es sei das Werk des Teufels. Sacsayhuaman ist Quetschua-Sprache und bedeutete: „Sei zufrieden, Falke. “  Nach der sehr kurzen Nacht in Lima und der Anpassung an die Höhenluft waren wir doch reichlich geschafft und ganz froh, dass es wieder zurück in die Stadt Cuzco ging, wo wir die Kathedrale und das Kloster Santo Domingo noch besuchten. Ich war nicht mehr wirklich aufnahmefähig, was ein sehr guter Grund zum Wiederkommen ist. Der Corichancha-Tempel war der berühmteste und reichste Tempel des Inka-Staates. Er stand da, wo sich heute das Kloster St. Domingo befindet. Dort wurde der Sonnengott, der wichtigste Gott der Inkas, verehrt, weshalb sein ursprünglicher Name auch Inticancha, Ort der Sonne, war.  Am Abend hatten wir dann ein weiteres kulinarisches „Highlight“. Über den wunderbar beleuchteten zentralen Platz Cuzcos, die Plaza de Armas, spazierten wir zu unserem Luxusrestaurant. Ich kam in den Genuß meines ersten Alpaca-Steaks. Das Fleisch ist fest uns sehr mager. Es schmeckt köstlich. Und Andenmusik gab es auch.

Machu Picchu

10. Reisetag, 31.10.2006, Inkastätte Machu Picchu

Die ersten Attraktion Perus ist sicherlich die geheimnisvolle Inkastadt Machu Picchu. Diese kleine Siedlung wurde Dank seiner versteckten und schwer zugänglichen Lage seinerzeit nie von den Spaniern entdeckt. Wir reisten mit dem Zug von Cuzco durch das sehr fruchtbare und malerisch schöne Urumbambatal bis zur Bahnstation nach Aguas Calientes. Von hier wird man mit Kleinbussen zur rund 400 m höher gelegenen Ruinenstadt gebracht. Der klassische Postkartenblick über die Ruinenstadt mit dem eindrucksvollen Gipfel des Huayna Picchu im Hintergrund. Und gegenüber erhebt sich der namensgebende Machu Picchu, was nichts anderes als alter Berg bedeutet. Der Blick über die gesamte Stadt lädt ein zum Nachdenken über die Geschichte dieses geheimnisvollen Ortes. Noch immer kursieren viele, zum Teil abenteuerliche Theorien über Machu Picchu, doch es ist wegen der relativ geringen Größe der Anlage offensichtlich, daß es sich hier weniger um eine Wohnstadt handelte als vier mehr um ein religiöses Heiligtum und astronomisches Zentrum, das sicher häufig auch von Pilgern aufgesucht wurde. In seinen 300 Wohnungen dürften kaum mehr als 1000-1500 Menschen dauerhaft gelebt haben. Der Baustil spricht dafür, dass die Stadt zwischen 1420 und 1520, im „Goldenen Zeitalter“ der Inka, erbaut wurde. Es gibt Hinweise darauf, dass bereits vor 1911 Forscher und Abenteurer die Stadt Machu Picchu entdeckt hatten, doch war es Hiram Bingham (1875-1956), ein amerikanischer Forscher und Geschichtsprofessor, der 1911 die Existenz der heiligen Stadt Machu Picchu bekannt machte. Binghams Entdeckung der Stadt geschah eher zufällig, als er sich auf der Suche nach der letzten Inka-Hochburg Valcabamba befand. Am 24. Juli 1911 bestieg Bingham den Gipfel des Berges Machu Picchu. Er wurde von einem Bauern namens Arteaga geführt, der den amerikanischen Forscher über die Existenz zahlreicher prä-hispanischer Bauten in Kenntnis setzte. Der Bauer erhielt für seine Bemühungen einen Sol. Der Sonnenposten Intihuatana. Er diente als ritueller Bestandteil einer von den Inkas gefeierten Zeremonie, um den Verbleib der Sonne zu sichern. Diese Zeremonie fand möglicherweise während der Wintersonnenwende statt. Machu Picchu, die Stadt der Inkas, bestand aus Tempeln, Palästen, Altären, Plätzen, Straßen, Wegen, Bädern und einigen Wohnstätten. Diese Wohnstätten beherbergten seinerzeit wohl adlige und privilegierte Familien des Inka-Staates. Die Stadt besaß auch viele Terrassen, die als Anbauflächen genutzt wurden und vermutlich der landwirtschaftlichen Versorgung der Stadt dienten. Der Sonnentempel hat die Form eines leicht nach innen geneigten Halbturmes und steht auf einem großen, perfekt gemeißelten Felsen. Im unteren Teil dieses Turmes befindet sich das königliche Grab. Die Steine der Tempel-Mauer sind sehr fein verarbeitet. Zwei der äußeren Fenster des Tempels zeigen vier Steinvorsprünge, einen in jeder Ecke. Eines der Fenster zeigt nach Osten, das andere nach Südosten. Während des Sonnenaufgangs am Tag der Wintersonnenwende scheint die Sonne in das östliche Fenster, beim Sonnenaufgang der Sommersonnen- wende hingegen in das südöstliche Fenster. Und nun geht es wieder zurück nach Cuzco.

Altiplano

11. Reisetag, 01.11.2006, Auf dem Weg zum Andenmeer

Die heutige Etappe führt uns per Bus durch das peruanische Hochland zum Titicacasee nach Puno. Den ersten Zwischenstopp machten wir um die sixtinische Andenkapelle in Andahuaylillas zu besichtigen. Sie ist besonders reich mit wunderschön erhaltenen, kolonialen Freskenmalereien, verziert. Diese Malereien dienten den katholischen Missionaren, um die „wilden“ Analphabeten zum katholischen Glauben zu bekehren. Der nächste Stop ist Raqchi. Die Überreste dieses religösen Tempels waren dem Schöpfergott Wiracocha gewidmet. An den Ausmaßen des Tempels, – die lange zentrale Mauer misst 92 m und ist 12 m hoch, – kann man erkennen, dass Wiracocha einer der wichtigsten Götter der Inka war. Dieser archäologische Komplex ist einer der schönsten und beeindruckendsten, der jemals von den Inkas gebaut wurde. Die runden Türme dienten als Vorratskammern. Die gesamte Tempelanlage ist von einer ca. 3,5 km langen Außenmauer umgeben. Und weiter geht es auf unserem Weg zum Titicacasee über den La Rayapass zum Gipfel der Reise auf 4.335m Höhe über Meer. Das ist bis dato der höchste Ort auf dem ich in meinem Leben je gestanden war – mein Gipfel der Reise.  Das Ereignis wurde dann auch gebührend mit einem edlen Tröpfchen begossen. Ja, so lässt sich gut gehen. Noch ein Blick in die Gletscherwelt der Anden und dann geht es weiter durch die Altiplano über schlagloch-übersäte Strassen bis zum hässlichen Puno am Titicacasee. Die Busfahrt hat uns doch ganz schön mitgenommen, so dass wir froh waren in unser gemütlichen, dekadenten 5-Sterne Oase, direkt am See gelegen, einkehren zu können.

Titicacasee

12. Reisetag, 02.11.2006, Bootsfahrt auf dem Titicacasee

Der Titicacasee liegt auf 3.820 m über dem Meeresspiegel und ist der höchst gelegene schiffbare See der Erde. Mit einer Fläche von 8560 Quadratkilometer ist er 16 mal größer als der Bodensee. Den See teilen sich Peru und Bolivien. Heute geht unsere Etappe über den Ort Juli zur Grenze nach Bolivien. Die gesamte Bevölkerung Perus und Boliviens ist nahezu zu 100% katholisch. Allerdings ist der Glaube sehr stark mit alter indianischer Religion vermischt und die Quetschua und Aimara beten und opfern der Pacha Mama nachdem sie die Beichte in der Kirche abgelegt haben. In der Inka-Religion ist die Schlange das Symbol für alles Unterirdische und die Weisheit; der Puma Zeichen alles Irdischen und des Kampfes und der Kondor das Universum und der Frieden. Diese Symbolik trifft man im Inkareich aller Orten immer wieder. Cuzco z.B. wurde von den Inka in Form eines Puma-Körpers angelegt. Auch die Esskultur weicht in den Andenstaaten von der unseren in Europa ab. Meerschweinchen werden im Gegensatz zu Europa in den Andenstaaten als Nutztiere zum Verzehr gezüchtet. Sie sind eine beliebte Grilldelikatesse vor allem zu Weihnachten und Osten. Ich habe Meerschweinchen nicht probiert. Das Fleisch soll aber wie Kaninchen schmecken. Nachdem wir noch zwei Kirchen in Juli besucht hatten, ging es zur bolivianischen Grenze. Das Bolivien signifikant ärmer als Peru ist, bemerkte man bereits bei Grenzübertritt. Über die Grenze ging es zu Fuß. Unser Gepäck wurde von Kofferträgern vom peruanischen Bus über die Grenze zum bolivianischen Bus getragen. Direkt hinter der Grenze liegt der bedeutendste Wallfahrtsort Bolivienes: Copacabana.  Als erstes ging es zur heiligen Jungfrau von Copacabana. Übrigens: Die viel verehrte Jungfrau von Copacabana am Titicacasee hat dem wohl berühmtesten Strand Brasiliens seinen Namen verliehen und nicht etwa umgekehrt! Weiter ging es mit dem Tragflügelboot über den Titicacasee zur Mondinsel. Der Schöpfungsgott gab hier der Legende nach dem Mond den Befehl, in den Himmel zu steigen. Und das sind die Überreste des Tempels der Sonnenjungfrauen. Als nächstes ging es zu einem leckeren Mittagessen mit Panoramablick über den Titicacasee auf die Sonneninsel. Herlicher Blick über den Titicacasee. Im Hintergrund die schneebedeckte Königskordilliere. Kontrovers wurde unser Besuch beim Volk der Urus diskutiert. Die Urus leben auf künstlich angelegten Schilfgras-Inseln. Das Schilfgras bedeutet die Lebensgrundlage für die Urus. Nicht nur der Boden, sondern auch die Häuser, Boote und Souvenirs sind aus dem vergänglichen Material. Es ist feucht und kalt hier. Das Leben ist hart. Der Besuch ist zweifelsohne sehr interessant, jedoch hat es den Charakter eines Zoobesuchs. Die Kommunikation der beiden so unterschiedlichen Kulturen besteht im Austausch von mehr oder weniger geschmackvollen Souvenirs gegen Fotos. Wenn man die Binsenboote sieht, denkt man gleich an den berühmten, norwegischen Wissenschaftler Thor Hyderdahl, wie er mit seinem Binsenboot Ra II 1970 erfolgreich den Atlantik überquerte. Und in der Tat es waren die Aimara vom Titicacasee, die ihm das Binsenboot bauten. Weiter ging es mit unserem Boot über den Titicacasee zu unserem Hotel nach Huatajata. Fantastisch die einmalige Ruhe und das Erlebnis eines Sonnenuntergangs über den Titicacasee. Am Abend bekamen wir dann noch ein Folklorekonzert der einheimischen Formation Inti Raymi dargeboten.

Tiwanaku und La Paz

13. Reisetag, 03.11.2006, Tiwanaku und La Paz

Das wohl bedeutendste Kulturerbe Boliviens ist die Ruinenstätte von Tiwanaku. Obwohl hier schon die frühen Vertreter der Tiwanakukultur 1000 Jahre vor unserer Zeitrechnung gelebt hatten, plünderten bereits die Spanier Tiwanaku. Die fein gearbeiteten Gesteinsblöcke mussten herhalten zum Bau von Barockkirchen und später missbrauchten die Bolivianer Tiwanaku als Steinbruch für den Bau ihrer Eisenbahnlinien. Hier stehen wir im halb unterirdischen Tempel. Die Wände der 26*28 m großen Anlage sind mit eingefügten Steinköpfen aus rotem Sandstein verziert. Aus rötlichem Gestein besteht der Monolith Fraile. Leider ist er ziemlich morbide. Die Luftverschmutzung setzt ihm arg zu. Er wurde anfänglich wegen seiner Kopfbedeckung als Mönch interpretiert. Auffällig ist neben seinem reich verzierten Gürtel aus Krebsen die unnatürlich verdrehte rechte Hand. Mit Sicherheit war die Anomalität vom Künstler beabsichtigt. Auch der gut erhaltene Ponce Monolith hat diese seltsam verdrehte Hand. Die knapp 3 m große Andesitfigur datiert aus dem 7. Jahrhundert und ist am ganzen Körper übersät mit Motiven, die im Wesentlichen der Symbolik am „Sonnentor“ ähneln. Das Sonnentor ist das bedeutendste Kult-Objekt der Tempelanlage. Die Vorderseite des Tores ist mit einem Schmuckflies im Basisrelief verziert, der zu den herausragendsten Leistungen präkolumbischer Künstler in Südamerika zählt. An Allerseelen gehen die Aimara mit der ganzen Familie zu den Gräbern ihrer Ahnen, um bei einem ganztägigen Fest mit Essen und Trinken ihrer Ahnen zu gedenken. Die bolivianische Metropole La Paz liegt im Talkessel des Rio Choqueyyapu. Ein eindrucksvolles Panorama, wenn man von der 4.000m hohen Altiplano in die Millionenmetropole hinabblickt.

La Paz

La Paz ist nicht die Hauptstadt Boliviens. Das ist Sucre. Doch das Herz des Landes pulsiert von La Paz. Die wichtigsten Firmen haben hier ihren Sitz, die großen Schulen, Universitäten und auch die Landesregierung, Ministerien und Botschaften sind hier zu finden, kurzum – die Geschicke Boliviens werden von La Paz gelenkt. Das Zentrum der höchst gelegenen Millionenstadt der Welt mit modernen Bürohochhäusern liegt auf rund 3.650 m Höhe, doch wer es sich leisten residiert weiter talwärts, wo das Klima milder ist. Die ärmere Bevölkerung muss hingegen mit den höher gelegenen Stadtvierteln vorlieb nehmen. Von unserem Luxushotel mitten im Stadtzentrum hatten wir einen eindrucksvollen Blick über die Stadt auf den 6.332 m hohen schneebedeckten Hausberg von La Paz, dem Illimani.

Buenos Aires

14.-16. Reisetag, 04.- 06.11.2006, Buenos Aires

Nach fünf Nächten auf knapp 4.000m Höhe ging es heute 1.500 km weiter in den Süden ins frühlingshafte Buenos Aires. Die Kontraste konnten nicht größer sein. Wieder auf Meereshöhe angelangt, konnten wir wieder richtig durchatmen. Die 13 Millionen Einwohner Metropole und unumstrittene Hauptstadt Argentiniens wird auch das Paris Südamerikas genannt. Buenos Aires, was soviel wie „Gute Winde“ bedeutet, liegt am riesig breiten Mündungstrichter des Rio de La Plata, dem Silberfluss.  Die Ombubäume standen in herrlicher Blüte. Hier sind wir jetzt im Barrios Recoletta, dem Reichenstadtviertel der Metropole. Die schönste Kirche von Buenos Aires, Basilica de Nuestra Seniora de Pilar.  Neben der Kirche liegt der Cementeria de la Recoleta, der Reichenfriedhof der Stadt. Hier finden sich Mausoleen aus Marmor, so groß wie Einfamilienhäuser, prunkvolle Grabdenkmäler, Engelsfiguren voll süßer Melancholie und auch das Grab Evita Perons. Sie liegt in der Familiengruft der Duate unter schwarzem Marmor begraben. Mitten im Zentrum der Stadt gegenüber unserem Hotel steht das 1908 eröffneter Teatro Colon, das schönste und bedeutendste Opernhaus Argentiniens. Wir durften nur Bilder in der Eingangshalle machen, bekamen aber bei einer Führung durch das Theater einen Eindruck von den Proben der Künstler und den Abläufen hinter den Kulissen. Der Plaza del Mayo ist das eigentliche Zentrum der Stadt. Hier stehen die Kathedrale, daneben die Nationalbank, die Casa Rosada sowie der Cabildo. Die Pyramide del Mayo wurde im Mai 1811 errichtet zum Gedenken an die Absetzung des spanischen Vizekönigs durch den Rat der Stadt im Mai 1810. Dies war der erste Schritt zur argentinischen Unabhängigkeit. Die Casa Rosada ist der Sitz des argentinischen Staatspräsidenten. Die Kathedrale, ein klassizistischer Bau, wurde 1791 vollendet. In ihr befindet sich das Grab José de San Martins, des wohl bedeutendsten Kämpfers gegen die spanische Kolonialherrschaft im südlichen Südamerika. Südlich von San Telmo liegt das ärmliche Stadtviertel „La Boca“, berühmt für seinen Fußballclub „Boca Juniors“ – dort begann die Weltkarriere Diego Armando Maradonas. Ebenso berühmt ist die kleine, bunte Straße „El Caminito“.  Die aus abgewrackten Schiffen errichteten und bunt bemalten Häuser werden von Besuchern aus aller Welt bestaunt. Buenos Aires, die Geburtsstadt und das Zentrum des erotisch, melancholischen Tangotanzes. Irgendwo hier in dieser Gegend entstand dieses Phänomen. Der Tango ist hier lebendige, authentische Volksmusik. Bei einer guten Flasche Norton Malbec und legendären von Gauchos auf Holzkohle gegrillten argentinischen Rindersteaks in den Pampas auf einer authentischen Estancia ließen wir an einem regnerischen Frühlingstag die Seele baumeln. Das war mal genau die richtige Erholung für mich. Auf dem Flohmark an der Plaza Dorrego hätte ich dem Gitarrenspieler noch lange lauschen können.

Iguazzu

17.+18. Reisetag, 07.- 08.11.2006, Die Iguazzu-Fälle

Eines der atemberaubendsten Naturschauspiele der Erde sind die Wasserfälle des Rio Iguazzu, die wenige Kilometer vor der Mündung des Rio Iguazzu in den Rio Parana zu bewundern sind. Die Fälle liegen im Dreiländereck von Paraguay, Argentinien und Brasilien. Der Großteil der Fläche liegt auf argentinischer Seite, von wo aus ein Zugang zum spektakulären Schlund des Teufels besteht. Den besten Gesamteindruck erhält man von brasilianischer Seite. Auf der Gesamtbreite der Fälle von etwas 2.700 m stürzen halbkreisförmig die Wassermassen von 247 Kaskaden bis max. 100 m in die Tiefe. Die amerikanische Präsidenten-Gattin, Elenore Roosevelt, soll beim Anblick dieses atemberaubenden Naturwunders nur zwei Worte ausgesprochen haben: „Poor Niagara!“ = „Arme Niagarafälle!“ Erneut wurden wir mit maximalen Luxus verwöhnt. Die fünf Sterne Anlage des Sheraton International Hotels ließ keine Wünsche übrig. Von unseren Hotelzimmern hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Wasserfälle. Wenn man schon mal da ist, scheut man auch keine Kosten und bucht einen Hubschrauberflug, um das Naturschauspiel von oben zu bewundern. Der Nationalpark beiderseits der Wasserfälle wurde 1984 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Er schütz eines der letzten Reste Atlantischen Regenwalds und stellt aufgrund des Tourismus einen lokal wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Der Nationalpark ist ein wichtiger Rückzugsraum für die Artenvielfalt auf dem Gebiet des Iguazzu.  Hier leben beispielsweise allein ca. 800 verschiedene Schmetterlingsarten. Das ist einmalig.

Rio

19.-21. Reisetag, 09.- 11.11.2006, Rio de Janeiro

Rio de Janeiro, Stadt der Träume, letzte Station unserer Südamerikareise. Direkt am wohl berühmtesten Strand der Welt -die Copacabana – lag unser letztes Hotel. Es gibt wohl kaum etwas Beeindruckenderes als vom Corcovado auf die Stadt mit seinen tausend Hügeln und Buchten hinunter zu blicken und zu staunen. Aber zuerst sind wir mit der Seilbahn auf den Zuckerhut aufgefahren. Die Ursprünge der Stadt gehen auf die Zeit zwischen 1555 und 1557 zurück, in der Portugiesen und Franzosen mit ihren indianischen Verbündeten um die Vorherrschaft in der Guanabara-Bucht kämpften. Portugal strebte eine völlige Eroberung des Gebietes an. Es war der einzige Weg, um die Franca Antartica zu bezwingen. Ein Blick vom Corcovado auf Ipanema und die Lagune. Auf dem 700 m hohen Corcovado steht das Wahrzeichen Rios, die 1931 errichtete Christusstatue. Das Maracanastadion ist das größte Fußballstadion der Welt. 1950 fanden hier die Fußballweltmeisterschaften statt. Den Brasilianern brach das Herz, dass ausgerechnet der lokale Erzrivale Uruguay den Titel holte und nicht die eigene Mannschaft. Aber danach holte Brasilien den begehrten Titel insgesamt fünf mal. Ebenso berühmt wie der Fußball ist der Karneval in Rio. Hier im Sambadrom findet dieses weltweit beachtete Spektakel einmal pro Jahr statt. Rio hat 6,5 Millionen Einwohner. Carioca nennen sich alle, die hier geboren sind. Rio war nach Salvador von 1767 bis 1960 die zweite Hauptstadt Brasiliens. Die Stadt wurde 1565 gegründet. Die moderne Kathedrale von 1976, die 20.000 Gläubigen Platz bietet, ist nicht von Oskar Niemeyer, auch wenn es sein Stil sein könnte. An unserem letzten Urlaubstag haben wir noch an einer Jeep-Safari teilgenommen, die uns etwas weiter aus die Stadt brachte, um hier nochmals wunderbare Panoramablicke auf den Zuckerhut und den Corcovado zu ermöglichen. Abschließend ging es entlang der kilometerlangen Strände Rios zurück zur Copacobana, wo wir die wogende Brandung mit meter hohen Wellen nebst Surfern beobachteten. Nun heißt es Abschied nehmen von Rio und Südamerika. Aber zuvor noch einen letzten wehmütigen Blick auf die Copacobana.

Das DVD Covers meines Films über meine Südamerikareise im Jahre 2006
Reiseroute - Südamerika Rundreise 2006
Günter Jadischke
Salvador de Bahia
Brasilia
Brasilia Grundriß
Kathedrale in Brasilia
Congresso National Brasilia
Palacio dos Arcos Brasilia
Palacia da Justica Brasilia
Landeanflug auf Manaus
Teatro Amazonas Manaus Brasilien
Hafentransfer Leticia, Kolumbien
Unserer Amazonas Kreuzfahrtschiff The Pride of the Amazon
Dreizehenfaultier
Piranha
Iquitos, Peru Metallgebäude aus dem 19. Jahrhundert von Gustave Eiffel - Placa de Armas
Iquitos, Peru Schmetterlingsfarm von Gudrun Sperrer
Kathedrale in LIma, Peru
Cuzco, Anden, Peru
Sacsayhuaman, Cuzco, Anden, Peru
Machu Picchu, Anden, Peru
Sonnentempel, Machu Picchu, Anden, Peru
Urumbambatal, Anden, Peru
Altiplano, Anden, Peru
Titicacasee, Anden, Peru
Inka Symbolik - Schlange, Puma und Condor
Sonnentor von Tiwanaku, Bolivien
La Paz, Anden, Bolivien
Ilimani, La Paz, Anden, Bolivien
Plaza del Mayo, Buenos Aíres, Argentinien
La Boca, Buenos Aires, Argentinien
Iguazzu Wasserfälle im Dreiländereck, Argentinien, Brasilien und Paraguay
Corcovado, Rio de Janeiro, Brasilien
Copacabana, Rio de Janeiro, Brasilien
2006_Südamerika_0430
2006_Südamerika_0429
2006_Südamerika_0428
2006_Südamerika_0427
2006_Südamerika_0426
2006_Südamerika_0425
2006_Südamerika_0424
2006_Südamerika_0423
2006_Südamerika_0422
2006_Südamerika_0421
2006_Südamerika_0420
2006_Südamerika_0419
2006_Südamerika_0418
2006_Südamerika_0417
2006_Südamerika_0416
2006_Südamerika_0415
2006_Südamerika_0414
2006_Südamerika_0413
2006_Südamerika_0412
2006_Südamerika_0411
2006_Südamerika_0410
2006_Südamerika_0409
2006_Südamerika_0408
2006_Südamerika_0407
2006_Südamerika_0406
2006_Südamerika_0405
2006_Südamerika_0404
2006_Südamerika_0403
2006_Südamerika_0402
2006_Südamerika_0401
2006_Südamerika_0496
2006_Südamerika_0495
2006_Südamerika_0494
2006_Südamerika_0493
2006_Südamerika_0492
2006_Südamerika_0491
2006_Südamerika_0490
2006_Südamerika_0489
2006_Südamerika_0488
2006_Südamerika_0487
2006_Südamerika_0486
2006_Südamerika_0485
2006_Südamerika_0484
2006_Südamerika_0483
2006_Südamerika_0482
2006_Südamerika_0481
2006_Südamerika_0480
2006_Südamerika_0479
2006_Südamerika_0478
2006_Südamerika_0477
2006_Südamerika_0476
2006_Südamerika_0475
2006_Südamerika_0474
2006_Südamerika_0473
2006_Südamerika_0472
2006_Südamerika_0471
2006_Südamerika_0470
2006_Südamerika_0469
2006_Südamerika_0468
2006_Südamerika_0467
2006_Südamerika_0466
2006_Südamerika_0465
2006_Südamerika_0464
2006_Südamerika_0463
2006_Südamerika_0462
2006_Südamerika_0461
2006_Südamerika_0460
2006_Südamerika_0459
2006_Südamerika_0458
2006_Südamerika_0457
2006_Südamerika_0456
2006_Südamerika_0455
2006_Südamerika_0454
2006_Südamerika_0453
2006_Südamerika_0452
2006_Südamerika_0451
2006_Südamerika_0450
Brasilien, Rio, Zuckerhut
2006_Südamerika_0448
2006_Südamerika_0447
2006_Südamerika_0446
2006_Südamerika_0445
2006_Südamerika_0444
2006_Südamerika_0443
2006_Südamerika_0442
2006_Südamerika_0441
2006_Südamerika_0440
2006_Südamerika_0439
2006_Südamerika_0438
2006_Südamerika_0437
2006_Südamerika_0436
2006_Südamerika_0435
2006_Südamerika_0434
2006_Südamerika_0433
2006_Südamerika_0432
2006_Südamerika_0431
2006_Südamerika_0355
2006_Südamerika_0354
2006_Südamerika_0353
2006_Südamerika_0352
2006_Südamerika_0351
2006_Südamerika_0350
2006_Südamerika_0349
2006_Südamerika_0348
2006_Südamerika_0347
2006_Südamerika_0346
2006_Südamerika_0345
2006_Südamerika_0344
2006_Südamerika_0343
2006_Südamerika_0342
2006_Südamerika_0341
2006_Südamerika_0340
2006_Südamerika_0339
2006_Südamerika_0338
2006_Südamerika_0337
2006_Südamerika_0336
2006_Südamerika_0335
2006_Südamerika_0334
2006_Südamerika_0333
2006_Südamerika_0332
2006_Südamerika_0331
2006_Südamerika_0330
2006_Südamerika_0329
2006_Südamerika_0328
2006_Südamerika_0327
2006_Südamerika_0326
2006_Südamerika_0325
2006_Südamerika_0324
2006_Südamerika_0323
2006_Südamerika_0322
2006_Südamerika_0321
2006_Südamerika_0320
2006_Südamerika_0319
2006_Südamerika_0318
2006_Südamerika_0317
2006_Südamerika_0316
2006_Südamerika_0315
2006_Südamerika_0314
2006_Südamerika_0313
2006_Südamerika_0312
2006_Südamerika_0311
2006_Südamerika_0310
2006_Südamerika_0309
2006_Südamerika_0308
2006_Südamerika_0307
2006_Südamerika_0306
2006_Südamerika_0305
2006_Südamerika_0304
2006_Südamerika_0303
2006_Südamerika_0302
2006_Südamerika_0301
2006_Südamerika_0400
2006_Südamerika_0399
2006_Südamerika_0398
2006_Südamerika_0397
2006_Südamerika_0396
2006_Südamerika_0395
2006_Südamerika_0394
2006_Südamerika_0393
2006_Südamerika_0392
2006_Südamerika_0391
2006_Südamerika_0390
2006_Südamerika_0389
2006_Südamerika_0388
2006_Südamerika_0387
2006_Südamerika_0386
2006_Südamerika_0385
2006_Südamerika_0384
2006_Südamerika_0383
2006_Südamerika_0382
2006_Südamerika_0381
2006_Südamerika_0380
2006_Südamerika_0379
2006_Südamerika_0378
2006_Südamerika_0377
2006_Südamerika_0376
2006_Südamerika_0375
2006_Südamerika_0374
2006_Südamerika_0373
2006_Südamerika_0372
2006_Südamerika_0371
2006_Südamerika_0370
2006_Südamerika_0369
2006_Südamerika_0368
2006_Südamerika_0367
2006_Südamerika_0366
2006_Südamerika_0365
2006_Südamerika_0364
2006_Südamerika_0363
2006_Südamerika_0362
2006_Südamerika_0361
2006_Südamerika_0360
2006_Südamerika_0359
2006_Südamerika_0358
2006_Südamerika_0357
2006_Südamerika_0356
2006_Südamerika_0207
2006_Südamerika_0206
2006_Südamerika_0205
2006_Südamerika_0204
2006_Südamerika_0203
2006_Südamerika_0202
2006_Südamerika_0201
2006_Südamerika_0300
2006_Südamerika_0299
2006_Südamerika_0298
2006_Südamerika_0297
2006_Südamerika_0296
2006_Südamerika_0295
2006_Südamerika_0294
2006_Südamerika_0293
2006_Südamerika_0292
2006_Südamerika_0291
2006_Südamerika_0290
2006_Südamerika_0289
2006_Südamerika_0288
2006_Südamerika_0287
2006_Südamerika_0286
2006_Südamerika_0285
2006_Südamerika_0284
2006_Südamerika_0283
2006_Südamerika_0282
2006_Südamerika_0281
2006_Südamerika_0280
2006_Südamerika_0279
2006_Südamerika_0278
2006_Südamerika_0277
2006_Südamerika_0276
2006_Südamerika_0275
2006_Südamerika_0274
2006_Südamerika_0273
2006_Südamerika_0272
2006_Südamerika_0271
2006_Südamerika_0270
2006_Südamerika_0269
2006_Südamerika_0268
2006_Südamerika_0267
2006_Südamerika_0266
2006_Südamerika_0265
2006_Südamerika_0264
2006_Südamerika_0263
2006_Südamerika_0262
2006_Südamerika_0261
2006_Südamerika_0260
2006_Südamerika_0259
2006_Südamerika_0258
2006_Südamerika_0257
2006_Südamerika_0256
2006_Südamerika_0255
2006_Südamerika_0254
2006_Südamerika_0253
2006_Südamerika_0252
2006_Südamerika_0251
2006_Südamerika_0250
2006_Südamerika_0249
2006_Südamerika_0248
2006_Südamerika_0247
2006_Südamerika_0246
2006_Südamerika_0245
2006_Südamerika_0244
2006_Südamerika_0243
2006_Südamerika_0242
2006_Südamerika_0241
2006_Südamerika_0240
2006_Südamerika_0239
2006_Südamerika_0238
2006_Südamerika_0237
2006_Südamerika_0236
2006_Südamerika_0235
2006_Südamerika_0234
2006_Südamerika_0233
2006_Südamerika_0232
2006_Südamerika_0231
2006_Südamerika_0230
2006_Südamerika_0229
2006_Südamerika_0228
2006_Südamerika_0227
2006_Südamerika_0226
2006_Südamerika_0225
2006_Südamerika_0224
2006_Südamerika_0223
2006_Südamerika_0222
2006_Südamerika_0221
2006_Südamerika_0220
2006_Südamerika_0219
2006_Südamerika_0218
2006_Südamerika_0217
2006_Südamerika_0216
2006_Südamerika_0215
2006_Südamerika_0214
2006_Südamerika_0213
2006_Südamerika_0212
2006_Südamerika_0211
2006_Südamerika_0210
2006_Südamerika_0209
2006_Südamerika_0208
2006_Südamerika_0132
2006_Südamerika_0131
2006_Südamerika_0130
2006_Südamerika_0129
2006_Südamerika_0128
2006_Südamerika_0127
2006_Südamerika_0126
2006_Südamerika_0125
2006_Südamerika_0124
2006_Südamerika_0123
2006_Südamerika_0122
2006_Südamerika_0121
2006_Südamerika_0120
2006_Südamerika_0119
2006_Südamerika_0118
2006_Südamerika_0117
2006_Südamerika_0116
2006_Südamerika_0115
2006_Südamerika_0114
2006_Südamerika_0113
2006_Südamerika_0112
2006_Südamerika_0111
2006_Südamerika_0110
2006_Südamerika_0109
2006_Südamerika_0108
2006_Südamerika_0107
2006_Südamerika_0106
2006_Südamerika_0105
2006_Südamerika_0104
2006_Südamerika_0103
2006_Südamerika_0102
2006_Südamerika_0101
2006_Südamerika_0200
2006_Südamerika_0199
2006_Südamerika_0198
2006_Südamerika_0197
2006_Südamerika_0196
2006_Südamerika_0195
2006_Südamerika_0194
2006_Südamerika_0193
2006_Südamerika_0192
2006_Südamerika_0191
2006_Südamerika_0190
2006_Südamerika_0189
2006_Südamerika_0188
2006_Südamerika_0187
2006_Südamerika_0186
2006_Südamerika_0185
2006_Südamerika_0184
2006_Südamerika_0183
2006_Südamerika_0182
2006_Südamerika_0181
2006_Südamerika_0180
2006_Südamerika_0179
2006_Südamerika_0178
2006_Südamerika_0177
2006_Südamerika_0176
2006_Südamerika_0175
2006_Südamerika_0174
2006_Südamerika_0173
2006_Südamerika_0172
2006_Südamerika_0171
2006_Südamerika_0170
2006_Südamerika_0169
2006_Südamerika_0168
2006_Südamerika_0167
2006_Südamerika_0166
2006_Südamerika_0165
2006_Südamerika_0164
2006_Südamerika_0163
2006_Südamerika_0162
2006_Südamerika_0161
2006_Südamerika_0160
2006_Südamerika_0159
2006_Südamerika_0158
2006_Südamerika_0157
2006_Südamerika_0156
2006_Südamerika_0155
2006_Südamerika_0154
2006_Südamerika_0153
2006_Südamerika_0152
2006_Südamerika_0151
2006_Südamerika_0150
2006_Südamerika_0149
2006_Südamerika_0148
2006_Südamerika_0147
2006_Südamerika_0146
2006_Südamerika_0145
2006_Südamerika_0144
2006_Südamerika_0143
2006_Südamerika_0142
2006_Südamerika_0141
2006_Südamerika_0140
2006_Südamerika_0139
2006_Südamerika_0138
2006_Südamerika_0137
2006_Südamerika_0136
2006_Südamerika_0135
2006_Südamerika_0134
2006_Südamerika_0133
2006_Südamerika_0048
2006_Südamerika_0047
2006_Südamerika_0046
2006_Südamerika_0045
2006_Südamerika_0044
2006_Südamerika_0043
2006_Südamerika_0042
2006_Südamerika_0041
2006_Südamerika_0040
2006_Südamerika_0039
2006_Südamerika_0038
2006_Südamerika_0037
2006_Südamerika_0036
2006_Südamerika_0035
2006_Südamerika_0034
2006_Südamerika_0033
2006_Südamerika_0032
2006_Südamerika_0031
2006_Südamerika_0030
2006_Südamerika_0029
2006_Südamerika_0028
2006_Südamerika_0027
2006_Südamerika_0026
2006_Südamerika_0025
2006_Südamerika_0024
2006_Südamerika_0023
2006_Südamerika_0022
2006_Südamerika_0021
2006_Südamerika_0020
2006_Südamerika_0019
2006_Südamerika_0018
2006_Südamerika_0017
2006_Südamerika_0016
2006_Südamerika_0015
2006_Südamerika_0014
2006_Südamerika_0013
2006_Südamerika_0012
2006_Südamerika_0011
2006_Südamerika_0010
2006_Südamerika_0009
2006_Südamerika_0008
2006_Südamerika_0007
2006_Südamerika_0006
2006_Südamerika_0005
2006_Südamerika_0004
2006_Südamerika_0003
2006_Südamerika_0002
2006_Südamerika_0001
2006_Südamerika_0100
2006_Südamerika_0099
2006_Südamerika_0098
2006_Südamerika_0097
2006_Südamerika_0096
2006_Südamerika_0095
2006_Südamerika_0094
2006_Südamerika_0093
2006_Südamerika_0092
2006_Südamerika_0091
2006_Südamerika_0090
2006_Südamerika_0089
2006_Südamerika_0088
2006_Südamerika_0087
2006_Südamerika_0086
2006_Südamerika_0085
2006_Südamerika_0084
2006_Südamerika_0083
2006_Südamerika_0082
2006_Südamerika_0081
2006_Südamerika_0080
2006_Südamerika_0079
2006_Südamerika_0078
2006_Südamerika_0077
2006_Südamerika_0076
2006_Südamerika_0075
2006_Südamerika_0074
2006_Südamerika_0073
2006_Südamerika_0072
2006_Südamerika_0071
2006_Südamerika_0070
2006_Südamerika_0069
2006_Südamerika_0068
2006_Südamerika_0067
2006_Südamerika_0066
2006_Südamerika_0065
2006_Südamerika_0064
2006_Südamerika_0063
2006_Südamerika_0062
2006_Südamerika_0061
2006_Südamerika_0060
2006_Südamerika_0059
2006_Südamerika_0058
2006_Südamerika_0057
2006_Südamerika_0056
2006_Südamerika_0055
2006_Südamerika_0054
2006_Südamerika_0053
2006_Südamerika_0052
2006_Südamerika_0051
2006_Südamerika_0050
2006_Südamerika_0049
Menü